Werterhaltung - wir alle sind der Zeit ausgesetzt
Was bedeutet Werterhaltung? - Die Definition
Die Werterhaltung bezieht sich auf alle Massnahmen, die dazu beitragen, den Wert und Zustand einer Immobilie langfristig zu erhalten. Durch regelmässige Instandhaltungen bleibt die Bausubstanz geschützt, und das Objekt behält seine Funktionalität und Attraktivität. Insbesondere Komponenten wie Heizungsanlagen, Dämmungen oder Fenster, die anfänglich dem neuesten Standard entsprechen, können durch Alterung und Abnutzung an Effizienz und Qualität verlieren. Durch gezielte Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten lassen sich solche Einbussen vermeiden, was sowohl den Marktwert als auch die Betriebskosten positiv beeinflusst.
Die Werterhaltung ist nicht nur im Hinblick auf den potenziellen Verkauf der Immobilie oder eine mögliche Beleihung durch die Bank wichtig. Auch bei Eigennutzung trägt die Werterhaltung zur Reduzierung von Energie- und Instandhaltungskosten bei und sichert den langfristigen Wohnkomfort.
Was gehört zur Werterhaltung einer Immobilie?
Werterhaltende Massnahmen beinhalten vor allem den Erhalt und die Pflege bestehender Strukturen und umfassen Aktivitäten wie:
- Fassadenanstrich zum Schutz vor Witterungseinflüssen
- Innenrenovierungen wie das Streichen oder Tapezieren von Wänden
- Reinigung und Wartung von Fensterrahmen und Türen
- Erneuerung von Silikonfugen in Feuchträumen
- Reparatur oder Austausch von Küchengeräten und Ausstattungselementen
- Bodenpflege durch Schleifen und Versiegeln von Parkett oder Austausch beschädigter Fliesen
Wird auf regelmässige Instandhaltung verzichtet, kann dies zu einer Verschlechterung der Bausubstanz führen. Gerade in Regionen mit viel Feuchtigkeit, z.B. in der Nähe von Gewässern, kann das gravierende Folgen haben.
Unterschied zwischen Werterhaltung und Wertsteigerung
Während sich die Werterhaltung auf den Erhalt des ursprünglichen Immobilienwerts konzentriert, zielen wertsteigernde Massnahmen auf die Verbesserung und Modernisierung ab. Diese Aufwertungen umfassen oft die Integration neuer Technologien, um den Wohnkomfort zu erhöhen und die Immobilie für den Markt attraktiver zu machen.
Typische wertsteigernde Massnahmen umfassen:
- Installation moderner Heizungsanlagen wie Wärmepumpen oder Solaranlagen
- Zusätzliche Wärmedämmungen für eine bessere Energieeffizienz
- Hochwertige Innenausbauten wie Parkett- oder Marmorböden
- Barrierefreie Gestaltung durch den Einbau von Treppenliften und ebenerdigen Duschen
- Erweiterungen und Anbauten wie Balkone, Terrassen oder Wellnessbereiche
Wertsteigernde Massnahmen mit hoher Rentabilität
Angesichts steigender Energiepreise und zunehmendem Interesse an nachhaltigen Bauweisen empfehlen sich Massnahmen, die den Energieverbrauch senken. Die Installation erneuerbarer Energiequellen und die Sanierung der Dämmung haben eine hohe Nachfrage und profitieren zudem oft von Förderprogrammen. Solche Investitionen machen das Gebäude zukunftsfähig und steigern den Immobilienwert erheblich.
Beratung für nachhaltige Werterhaltung und Wertsteigerung
Ob es um Instandhaltung oder um eine wertsteigernde Investition geht – eine Beratung durch Fachleute wie Energieberater, Architekten oder Sanierungsexperten ist von Vorteil. Professionelle Einschätzungen identifizieren sinnvolle Massnahmen und weisen auf staatliche Fördermittel hin, die sich bei umfangreicheren Projekten erheblich rentieren können.
Für weitere Tipps zu diesem Thema oder die Planung von Massnahmen zur Werterhaltung und Wertsteigerung Ihrer Immobilie, finden Sie hilfreiche Ressourcen in unserem Ratgeber.