Finanzierung – Bedeutung und Finanzierungsarten
Was versteht man unter einer Finanzierung?
Der Begriff Finanzierung bezeichnet die Beschaffung von Kapital für Investitionen. Sie umfasst alle Prozesse, die zur Kapitalbereitstellung für Privatpersonen oder Unternehmen notwendig sind, sowie die damit verbundenen Rückzahlungsverpflichtungen. Grundsätzlich wird zwischen Innen- und Aussenfinanzierung sowie Eigen- und Fremdfinanzierung unterschieden. Für Privatpersonen ist Finanzierung oft mit Kreditaufnahme, etwa für den Kauf eines Hauses, verbunden. Unternehmen sichern über verschiedene Finanzierungsarten die notwendige Liquidität und Rentabilität, um langfristig erfolgreich zu bleiben.
Was versteht man unter Fristigkeit?
Fristigkeit beschreibt die Laufzeit einer Finanzierung und hat Einfluss auf die Finanzierungsbedingungen. Man unterscheidet dabei:
- Kurzfristige Finanzierung (bis zu 1 Jahr)
- Mittelfristige Finanzierung (1 bis 5 Jahre)
- Langfristige Finanzierung (länger als 5 Jahre)
Für Kreditnehmer spielt die Fristigkeit eine wichtige Rolle, da sie mit Faktoren wie der Bonität, Kreditsumme und Zinsen verknüpft ist. Auch bei der Hypothekenfinanzierung wird oft eine Anschlussfinanzierung benötigt, sofern eine Restschuld verbleibt.
Welche Finanzierungsanlässe gibt es?
Die Gründe für eine Finanzierung sind vielfältig. Unternehmen benötigen Kapital für die Gründung, den Ausbau, den Erwerb von Betriebsmitteln oder die Durchführung von Grossprojekten. Privatpersonen nehmen Finanzierungen häufig für den Erwerb von Immobilien, zur Umschuldung bestehender Verbindlichkeiten oder für Konsumgüter in Anspruch.Die Gründe für eine Finanzierung sind vielfältig. Unternehmen benötigen Kapital für die Gründung, den Ausbau, den Erwerb von Betriebsmitteln oder die Durchführung von Grossprojekten. Privatpersonen nehmen Finanzierungen häufig für den Erwerb von Immobilien, zur Umschuldung bestehender Verbindlichkeiten oder für Konsumgüter in Anspruch.
Die wichtigsten Finanzierungsarten
Die Finanzierung lässt sich nach Zweck und Dauer weiter aufteilen:
- Finanzkredit: Banken oder FinTech-Unternehmen gewähren diesen Kredit gegen Zinsen und Tilgung.
- Einlagen- und Beteiligungsfinanzierung: Investoren stellen Kapital bereit und erhalten Firmenanteile und Mitspracherechte.
- Leasing: Ein Leasinggeber stellt Gegenstände wie Fahrzeuge oder Maschinen gegen Ratenzahlung zur Verfügung, ohne dass der Leasingnehmer Eigenkapital verwenden muss.
- Factoring: Hier verkauft ein Unternehmen Forderungen an eine Factoring-Gesellschaft und erhält so sofort Liquidität.
- Gesellschafterfinanzierung: Die Gesellschafter erhöhen ihre Einlagen, um das Unternehmen zu finanzieren.
- Start-up-Finanzierung: Business Angels finanzieren Start-ups, da Banken oft skeptisch gegenüber neuen Unternehmen ohne Sicherheiten sind.
Hinweis: Jede Form der Aussenfinanzierung erhöht die Verschuldung des Unternehmens und führt zu Fremdbestimmung, die sorgfältig gegeneinander abzuwägen ist.
Eigen- und Fremdfinanzierung
Finanzierungsmittel werden entweder als Eigenfinanzierung oder Fremdfinanzierung klassifiziert:
- Eigenfinanzierung: Die Mittel stammen aus den Gewinnen oder durch externe Beteiligungen. Eigenkapitalgeber erhalten Stimmrechte und Gewinnbeteiligungen und übernehmen meist auch eine Haftung. Eigenkapital bleibt dem Unternehmen langfristig und unbefristet zur Verfügung.
- Fremdfinanzierung: Die Mittel stehen befristet zur Verfügung und werden dem Fremdkapital zugerechnet. Ein Unternehmen verschuldet sich durch die Aufnahme von Fremdkapital und zahlt Zinsen sowie Tilgung. Hier wird zwischen kurzfristigen (z. B. Kontokorrentkrediten) und langfristigen Krediten (z. B. Bankdarlehen oder Anleihen) unterschieden.