Attikawohnung — die Dachwohnung mit Ausblick und Komfort
Eine Attikawohnung, oft auch Penthouse genannt aufgesetzte Wohnung auf dem Flachdach eines mehrstöckigen Gebäudes. Mindestens eine Fassadenseite ist gegenüber dem darunter liegenden Geschoss zurückversetzt, wodurch eine Aussenfläche entsteht, die den Bewohnern zusätzlichen Komfort, ähnlich eines innerstädtischen Gartens, bietet. Attikawohnungen setzten sich ab dem frühen 20. Jahrhundert in städtischen Wohngebieten durch. International werden solche Wohnungen meist als Penthouse oder Penthousewohnung bezeichnet.
Vorteile einer Attikawohnung
Attikawohnungen bieten zahlreiche Vorteile, die den Wohnkomfort erheblich steigern:
- Unvergleichlicher Ausblick: Meist bieten diese Wohnungen einen 180 bis 360-Grad-Ausblick.
- Grosszügige Aussenflächen: Durch die zurückversetzte Bauweise auf mindestens einer Seite, entsteht eine grosszügige Aussenfläche. Teilweise als umlaufende Dachterrassen oder Dachgarten ausgestaltet bietet sie Platz für Grill und Whirlpool und vermittelt somit das Gefühl eines eigenen Gartens im urbanen Kontext.
- Direkte Erreichbarkeit: Exklusive Dachwohnungen sind oft direkt mit einem Aufzug oder einer privaten Treppe zugänglich.
- Privatsphäre und Ruhe: Diese Wohnungen haben keine darüberliegenden Stockwerke und teilweise auch keine benachbarten Einheiten, wodurch sie weniger durch Lärmemissionen der Nachbarn betroffen sind und häufig viel Privatspähre bieten. Zudem sind sie auf der obersten Etage besser vor Strassenlärm geschützt.
- Raumkonzept: Attikawohnungen werden verfügen meist über offene, grosszügige Raumkonzepte und luxuriöse Ausstattungen. Grosse Fenster lassen viel Licht herein, was das Gefühl von Weite verstärkt und ein komfortables Wohnerlebnis schafft.
Wie entstanden Attikawohnungen?
Der Begriff „Attika“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „attisch“, bezogen auf die Region Attika. In der Antike wurde dieser Baustil entwickelt, um das Dach durch die Aufmauerung der Aussenwände zu verbergen. Die Römer nutzten die Attika als Gestaltungselement für Triumphbögen und Stadttore, später als Sockel für Statuen und Stelen.Die moderne Attikawohnung, wie wir sie heute kennen, entwickelte sich erst im 20. Jahrhundert. Anfangs war dieser Wohnungstyp jedoch aufgrund unzureichender Isolation unattraktiv: Die Dachwohnungen waren im Winter kalt und im Sommer heiss. Mit verbesserten Baumaterialien und Dämmtechniken erfreuen sich Attikawohnungen heute grosser Beliebtheit. Ein wichtiger Beitrag dazu leistet auch die Erfindung des Aufzugs, der die Erreichbarkeit massgeblich verbesserte.
Worauf Sie bei Kauf oder Miete einer Attikawohnung achten sollten
Aufgrund der vielen Vorzüge sind Attikawohnungen mit einem höheren Kaufpreis oder Mietzins als herkömmliche Wohnungen verbunden.
- Besonders der Preis pro m2 Wohnfläche steigt aufgrund der grossen Aussenfläche überproportional gegenüber drunterliegenden Geschossen.
- Attikawohnungen haben in der Regel eine hohe Wertquote. Damit zahlen die Bewohnerinnen dieser Wohnungen einen grossen Teil an die Nebenkosten des Gebäudes.
- Trotz besserer Dämmtechnik können Attikawohnungen ohne Klimaanlagen auch heute im Sommer sehr heiss werden.